STARTSEITE> THEMEN> YOUTH EMPOWERMENT

YOUTH EMPOWERMENT

"Youth Empowerment" bedeutet Stärkung junger Menschen.
Mit unseren Angeboten und Aktivitäten ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen eine Entwicklung. Vom Teilnehmen zum Gestalten.

Im JULE° - CVJM Jugendhaus Lemsahl und in unserer Arbeit am Poppenbüttler Markt gehen wir davon aus, dass Empowerment vor allem in den Beziehungen geschieht, in denen wir leben. Als Mitarbeitende haben wir die Überzeugung, dass eine andere Welt möglich und auch notwendig ist. Im JULE° beginnen wir damit. Wir reden viel miteinander und immer weniger übereinander. Wir sehen in Friedfertigkeit Stärke. Wir suchen nach Formen eines friedlichen Miteinanders. Wir wollen Grenzen überschreiten. Deswegen teilen wir, was wir lieben. Unsere Ideen, unsere Werte und die Höhen und Tiefen im Leben. Das stärkt.


EMPOWERMENT IN UNSERER OFFENEN ARBEIT
Konkret bedeutet das, dass wir die Jugendlichen als Expertinnen und Experten für ihre Lebensrealität sehen. Sie wissen einfach am besten, was ihnen passiert. Und wenn sie unseren Mitarbeitenden von ihren Erfahrungen berichten, verweist das auf ein stabiles Vertrauensverhältnis. Sie können davon ausgehen, dass ihnen geglaubt wird und sie sich nicht rechtfertigen müssen.

 

WELTWEITER ANSATZ DER CVJM-BEWEGUNG

Damit orientieren wir uns an dem Kristallisationspunkt der weltweit völlig bunten und teilweise kaum unter einen Hut zu bringenden CVJM-Gemeinschaft. Dieser lautet „Youth Empowerment“ (wörtlich übersetzt: Ermächtigung von Jugendlichen). Dabei geht es eben nicht nur darum, Jugendlichen zu helfen, selbstbestimmt und „erfolgreich“ ihr Leben zu meistern, sondern vor allem darum, ihnen den Zugang zu ihren eigenen Ressourcen und neue Möglichkeitsräume zu erschließen. Es geht zudem darum, sie um Hilfe zu bitten, ihnen Verantwortung zu übertragen und ihnen nahezubringen, wie wichtig sie für die Zukunft Deutschlands und der Welt sind.

Dein Ansprechpartner

Burkhard vom Schemm

Diplom-Sozialpädagoge

040 • 27 13 95 76

burkhard.vom.schemm@cvjm-oberalster.de

26 THESEN ZUM ENGAGEMENT VON JUGENDLICHEN

  1. Menschen suchen sich, wenn sie sich ehrenamtlich engagieren, Aufgaben, die sie interessieren. Das ist besonders bei der Gruppe der Jugendlichen der Fall. 

  2. Jugendliche sind heute weder mehr noch weniger engagiert als die meisten anderen Altersgruppen.
  3. Das gilt, obwohl sie ein knappes Zeitbudget haben, sei es wegen ihrer Pflichten in Bildung und Ausbildung oder weil sie sich viel, einige sich zu viel mit neuen Medien beschäftigen. 

  4. Eine Besonderheit des Engagements von Jugendlichen besteht darin, dass sie sich davon auch einen Nutzen für ihren (späteren) Beruf versprechen.
  5. Das Engagement von Jugendlichen aus Haushalten mit gehobener Bildung ist deutlich höher als das anderer Jugendlicher.
  6. Jugendliche mit geringem sozialem Status sind eher selten engagiert. 

  7. Das gilt auch für jugendliche Migranten, allerdings weniger für solche, die gut integriert sind. 

  8. Engagement ist ein besonders guter, wenn auch zu selten genutzter Hebel für die Integration.
  9. Junge Frauen engagieren sich in ähnlichem Umfang wie junge Männer.
  10. Jugendliche engagieren sich besonders da, wo sich andere Jugendliche aufhalten oder sich engagieren.
  11. Das ist naturgemäß in Jugendeinrichtungen der Fall, aber auch bei den Rettungsdiensten, der Freiwilligen Feuerwehr und auch im Sport.
  12. Soziales Engagement, insbesondere in ehrenamtlicher Form, ist auch heute nicht typisch für Jugendliche.
  13. Soziales Engagement ist typisch für altersmäßig reife Menschen und allgemein mehr für Frauen als für Männer.
  14. Für den CVJM ist es sinnvoll, sich um jugendliche Engagierte zu bemühen, die Chancen sind aber, nach dem, was die Erfahrung lehrt, begrenzt.

  15. Das betrifft zumindest die dauerhafte Rekrutierung von Ehrenamtlichen.

  16. Jugendliche punktuell oder für kürzere Perioden für die Jugendarbeit zu gewinnen, verspricht mehr Erfolg.

  17. Dazu müsste man mehr Werbung an Schulen und Universitäten machen.

  18. Diese Werbung müsste ein für Jugendliche interessantes Image der CVJM-Arbeit vermitteln.

  19. Keineswegs sollte man sich dabei jedoch an die Jugendsprache anbiedern.

  20. Desgleichen sollte man nicht unkritisch Methoden der kommerziellen Werbung übernehmen.


  21. Echtheit ist dabei besonders wichtig.

  22. Glaubwürdige Argumente jenseits politischer und kommerzieller Vereinnahmung sind gefragt.

  23. Jugendliche wollen nicht mit parteipolitischen Absichten als „Engagierte Demokraten“ hochgelobt werden.

  24. Dass im CVJM sich weltweit Jugendliche und Junge Erwachsene für ihre Belange einsetzen, ist ein sehr starkes Argument.

  25. Jugendliche wollen eine bestimmte Rolle zugewiesen bekommen, die sie eigenständig ausfüllen können. 


  26. Sie wollen in einer gut funktionierenden Organisation arbeiten und ihre Tätigkeiten bei anderen Jugendlichen vorweisen können.

      Handout von Dr. Thomas Gensicke beim Zukunftkongress "25 Jahre Tafeln" (Sept. 2018 • Berlin)